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Iraner wählen neues Parlament

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Iraner wählen neues Parlament

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Im Iran wird an diesem Freitag ein neues Parlament gewählt. Mehr als 48 Millionen Wahlberechtigte sind an die Urnen gerufen. Das Establishment hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung, in sozialen Netzwerken rufen vor allem die jüngeren Iraner jedoch zum Wahlboykott auf.

Der Wahlkampf habe sich verändert, bemerkte Innenminister Mohammad Najar, und spiele sich weitgehend im Internet ab. Das bringe eine sehr aktive Atmosphäre hervor, deshalb erwarte man – basierend auf Umfragen und den Informationen, die man habe – eine rege Wahlbeteiligung und eine noch spannendere Wahl als zuvor.

Um die 290 Parlamentssitze bewerben sich rund 3400 Kandidaten. Weitere 1200 Kandidaten sind nach iranischen Medienberichten abgelehnt worden.

Es werde wohl kaum jemand wählen, meint diese Studentin in Teheran. Und eine andere: “Ich werde nicht teilnehmen, ich habe kein Interesse, an dieser Wahl teilzunehmen. Ich habe einmal gewählt, das war 2009. Wie auch immer, dieses Mal habe ich kein Interesse an der Wahl teilzunehmen.”

Im religiösen Zentrum des Irans, in Qom, sieht man das anders. Hier finden die Konservativen Unterstützung. Er werde auf jeden Fall teilnehmen, sagt ein Theologie-Student, denn der Expertenrat habe gesagt, ein jeder müsse wählen. Die religiös orientierten Konservativen um Parlamentspräsident Ali Laridschani gelten als Favoriten bei der Wahl.