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Tod nach Hausbesuch?

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Tod nach Hausbesuch?

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In den Niederlanden gilt seit erstem März eine neue Regelung zur Sterbehilfe.

Viele Ärzte schrecken davor zurück, dem Todeswunsch ihrer Patienten nachzukommen,
obwohl die Sterbehilfe in den Niederlanden legal ist.
Mobile Teams sollen nun Abhilfe leisten,- doch warum?

Jan Suyver, Niederländische Vereinigung für ein freiwilliges Lebensende (NVVE):

“Denken Sie an einen Arzt, der die Sterbehilfe aus Prinzip ablehnt. Oder an Ärzte, die es im entscheidenden Moment einfach nicht übers Herz bringen. Oder an Ärzte, die keinerlei Erfahrung mit Sterbehilfe haben. Nicht zuletzt wird es solche geben, die Angst haben, rechtlich belangt zu werden.”

Hauptziel ist ein würdevoller Tod. Kritiker wenden jedoch ein, es dürfe nicht nur um Sterbehilfe gehen,- vielmehr müsse die Sterbebegleitung im Mittelpunkt stehen. Arie Nieuwenhuijzen Kruseman, KNMG: “Wir denken, dass Sterbehilfe ein Thema ist, dass Patienten mit ihrem Hausarzt erörtern sollten. Mit jemandem, mit dem sie bereits eine langjährige Beziehung aufgebaut haben und der sie auch im Verlauf ihrer Krankheit begleitet hat.”

Welcher Arzt auch immer den Patienten beim Suizid begleitet, muss in den Niederlanden keine Strafverfolgung fürchten – anders als in Deutschland, wo die aktive Sterbehilfe
verboten ist.