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Albtraum wird Traumurlaub

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Albtraum wird Traumurlaub

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Die meisten Passagiere des havarierten Kreuzfahrtschiffes “Costa Allegra” haben sich entschieden, weiter auf den Seychellen Urlaub zu machen.

Sie wurden von der italienischen Costa-Reederei auf verschiedene Hotels verteilt, auch jene, die nicht bleiben wollten, um zu duschen und sich erst einmal zu erholen.

Einige wenige aber, die Rederei spricht von rund 30 Prozent der Passagiere, traten demnach die Heimreise an. Diese Italienerin unter den Rückkehrern berichtete:“Costa hat uns wunderbar behandelt! Sie hatten uns ein Zimmer zur Verfügung gestellt,- wir sind aber trotzdem zurückgekommen, weil unsere Söhne sich Sorgen gemacht haben. Auf dem Schiff hatten wir keine Angst, die Crew verhielt sich sehr professionell.”

Vereinzelt hatten Passagiere allerdings auch Kritik an der Mannschaft geäußert, die auf Rettungsmaßnahmen nur mangelhaft vorbereitet gewesen sei. Ein Kanadier: “Es war vielleicht nicht alles hundertprozentig in Ordnung aber unter diesen Umständen – sagen wir mal neunzigprozentig. Verbessern kann sich die Crew noch beim Evakuieren.”

Im Zusammenhang mit dem Unglück auf dem Schwesterschiff “Costa Concordia” aber von systemischen Problemen des Reiseverantstalters zu sprechen, wieß ein Sprecher des Unternehmens zurück:“Ich möchte deutlich machen, dass man zwischen Costa Concordia und Costa Allegra höchstens den zeitlichen Rahmen vergleichen kann. Beide Vorfälle ereigneten sich zufällig innerhalb weniger Wochen,- sonst gibt es keine Verbindung.”

Ob dem wirklich so ist, müssen nun die Experten klären. Nach wie vor keine Erkenntnisse gibt es bislang zur Ursache des Feuers im Maschinenraum der Costa Allegra. Die Untersuchungen jedenfalls dauern noch an.