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Ein Tal gegen Rom

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Ein Tal gegen Rom

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Im Norden Italiens haben hunderte Demonstranten gegen den Bau einer TGV-Hochgeschwindigkeitsverbindung protestiert.

Die Bewohner der Region Val di Susa befürchten massive Umweltschäden durch die Bauarbeiten. Dagegen gehen sie – zumeist friedlich – auf die Straße. Auf Kritik der Protestierenden stößt besonders das Vorgehen der Polizei gegen die Demonstranten:

Eine ältere Frau:“Es ist doch klar, das wir reagieren! Aber nicht nur die jungen Leute,- niemand kann es fassen, wie gewaltsam die Polizei vorging.”

Ein Mann:“Wenn die Polizei ankommt und einfach der ganzen Stadt den Strom abdreht, dass wir im Dunkeln sitzen müssen, so ist das nicht wirklich hilfreich.”

Die Einwohner von 23 Gemeinden des Tals haben sich gegen die Trassenführung der Strecke ausgesprochen, die Turin mit Lyon verbinden soll.

Doch bringt das 15-Milliarden Euro-Projekt gleichzeitig Arbeit in Zeiten der Krise, weshalb die Regierung in Rom bereits angekündigt hat an ihrer Planung festhalten zu wollen.