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EU-Gipfel: Hobeln und Spänefliegen

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EU-Gipfel: Hobeln und Spänefliegen

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Erst einmal verpflichten sich die EU-Länder auf dem Gipfel in Brüssel im Sparpakt auf mehr Haushaltsdisziplin. Alle, bis auf Großbritannien und Tschechien.

Dann definieren sie Leitlinien für mehr Wachstum. Doch der britische Premierminister David Cameron, konservativ, schießt quer.

Zum Fiskalpakt meint auch Martin Schulz, Sozialdemokrat:

“Er ist einseitig – man kann nicht nur Haushalte kürzen. Wir brauchen eben auch verbindliche Investitionsziele und Investitionskonzepte, weil sonst kein Wachstum und und keine Beschäftigung entsteht.”

“Kontrovers” habe man diskutiert, so der Parlamentspräsident, und so ging es gleich weiter, kaum war EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy für weitere 30 Monate im Amt bestätigt.

Der britische Europaskeptiker Nigel Farage:

“In Griechenland und Italien war er direkt daran beteiligt, gewählte Ministerpräsidenten durch Marionetten abzulösen. Oft war er ja noch viel schlimmer als ich dachte. Und glauben Sie mir, sein modischer Geschmack ist auch kein bisschen besser geworden.”

Zuvor hatte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den von Sparzwängen gebeutelten Kollegen noch den Rat auf den Weg gegeben, es doch auch mal mit mehr Konkurrenzfähigkeit zu probieren.

mit dpa, Reuters