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Vorverhandlung gegen Schettino beginnt

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Vorverhandlung gegen Schettino beginnt

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An diesem Samstag beginnt die Anhörung im Prozess gegen den Kapitän des verunglückten Kreuzfahrtschiffes “Costa Concordia”. Hunderte Anwälte, Wissenschaftler und Überlebende werden in der toskanischen Stadt Grosseto erwartet.
Wegen des großen Andrangs findet die Vorverhandlung im Theater statt.

Der Beschuldigte selbst, Franceso Schettino, wird an der Anhörung nicht teilnehmen. Ihm drohen rund 2.700 Jahre Haft. Bei dem Termin geht es um die Aufnahme von Beweisen.

Sein Anwalt erklärte: “Kapitän Schettino wird nicht zur Anhörung kommen. Es hilft keinem, wenn er eine 850 Kilometer lange Reise macht. Das ist unnötig und bei der derzeitigen Stimmung vielleicht auch ein bisschen gefährlich für ihn.”

In der Heimatstadt Schettinos glaubt man weiter an seine Unschuld. Seit mehr als einem Monat steht er in Meta di Sorrento bei Neapel unter Hausarrest. Eine Anwohnerin: “Lassen sie uns abwarten, was das Gericht sagt, bevor wir ihn verurteilen. Dieser Mann wurde bereits vor dem Prozess von der Presse hingerichtet. Ich weiß nicht, wie er diese Situation durchsteht.”

Bei dem Unglück kamen 25 Menschen zu Tode, sieben Personen werden noch vermisst, so auch Kevin Rebellos Bruder. Er gehörte zur Crew der “Costa Concordia”. Er sagte: “Mir tut seine Familie leid, seine Frau und besonders seine Tochter. Sie ist jung und geht noch nicht zur Schule und sie hat ihren Vater verloren.”

Medienberichten zufolge soll Schettino bereits 2010 in einen Vorfall verwickelt gewesen sein. So soll er bei der Einfahrt in den Hafen des Ostseebades Warnemünde auf Kollisionskurs mit dem dort vertäuten Kreuzfahrtschiff “AIDAblu” gewesen sein.