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Athen - Warnung für London 2012

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Athen - Warnung für London 2012

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Die Olympischen Spiele 2004 in Athen – sie waren nicht nur ein Riesen-Sportereignis, sondern auch ein gewaltiges Infrastrukturprojekt…..

Doch nach dem olympischen Glanz kamen die olympischen Ruinen. Nicht einmal die Hälfte der 20 Sportbauten, die für die Spiele errichtet wurden, wird heute noch genutzt. Tristesse und gähnende Leere auf dem Olympia-Gelände, keine Spur von dem Freizeitpark, der den Athener versprochen wurde….

“Natürlich sind Chancen nicht genutzt worden”, sagt der Chef des griechischen olympischen Komittees, “als die Lichter der Schlusszeremonie ausgingen, war es vorbei mit Glanz und Gloria. Unser Land hatte überhaupt keinen Plan, was es anfangen sollte mit den vielen neuen Gebäuden.”

In der Tat ist die Zahl der “weißen Elefanten”, wie man leerstehende Gebäude in Griechenland nennt, riesengroß. Viele wurden in letzter Minute gebaut, bis zuletzt war unklar, ob das Dach des Olympiastadions noch fertig wird, und Alles wurde viel teurer als geplant. Manche sagen, ein Teil der Schuldenprobleme des Landes hängen auch mit Olympia zusammen. Jetzt sind die Kosten zu hoch, die Sportstätten instand zu halten.

“Nach Olympia 2004 hatten wir einige negative Entwicklungen in der griechischen Sport-Infrastruktur,” so der Präsident des Leichtathletik-Verbandes, “es begann mit der Kürzung von Fördergeldern und führte bis zum Verfall der Olympiastätten und Trainingsanlagen.”

Athen ist damit zum Warnsignal geworden für alle künftigen Veranstalter. In 150 Tagen beginnen die Spiele in London. Dort legt man Wert darauf, dass die Olympiabauten auch danach noch wirtschaftlich Sinn machen und von den Menschen der Stadt genutzt werden können. Ruinen wie in Athen soll es an der Themse jedenfalls nicht geben.