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Iran: Warten auf den Wähleransturm zuende

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Iran: Warten auf den Wähleransturm zuende

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Der Iran hat ein neues Parlament gewählt.

Die Staatsführung in Teheran hatte die Stimmabgabe zuvor um mehrere Stunden verlängert.

Dies sei nötig gewesen, um dem Andrang der Wähler an den Wahlurnen gerecht zu werden.

Augenzeugen in Teheran konnten dies angeblich nicht bestätigen.

Für Präsident Mahmud Ahmadinedschad und den obersten Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, war die Wahl ein wichtiger Stimmungstest im Land – so interpretieren es politische Beobachter.

War es doch die erste nationale Abstimmung seit der von Massenprotesten begleiteten Wiederwahl Ahmadinedschads 2009.

Welche der rivalisierenden Gruppen sich unter den Konservativen durchsetzen wird, gilt als offen:

Mohsen Rezaei, Generalsekretär des Schlichtungsrats (der Rat vermittelt zwischen Wächterrat und Parlament):

“Im nächsten Parlament wird es möglicherweise keine eindeutigen Mehrheiten geben. Die unterschiedlichen konservativen Gruppierungen werden aber wohl dominieren.”

Während die Regierung eine angeblich hohe Wahlbeteiligung feierte, hatte die Opposition zuvor aus Solidarität mit den Oppositionsführern Mussawi und Mehdi Karrubi zum Boykott der Wahl aufgerufen.

Die beiden ehemaligen Präsidentschaftskandidaten stehen unter Hausarrest.

Ein Endergebnis wurde für Anfang kommender Woche erwartet. Der Ausgang der Parlamentswahl wird kaum Auswirkungen auf die Politik des Landes haben.

Mehr als 48 Millionen Iraner waren stimmberechtigt.