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Erneute Tornadoserie in den USA

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Erneute Tornadoserie in den USA

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Nach erneuten Wirbelstürmen im Mittleren Westen der USA steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Medienberichten zufolge kamen dabei mindestens 37 Menschen ums Leben.
 
Wie hier in Kentucky ließen Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 Stundenkilometern die zumeist aus Holz gebauten Eigenheime wie Kartenhäuser zusammenfallen. In der Kleinstadt West Liberty blieb kaum ein Gebäude unbeschädigt.
  
Ungewöhnlich früh im Jahr hatten in den letzten Tagen mehr als 80 Wirbelstürme und 700 schwere Unwetter in den Bundestaaten Kentucky, Ohio, Georgia und Alabama gigantische Schneisen der Verwüstung geschlagen. Am härtesten traf es Indiana.
 
Im dortigen Henryville machten die Stürme auch vor der örtlichen High School nicht halt, wie diese Lehrerin berichtet: “Wir Erwachsenen haben uns mit den Kindern in den Wandschränken versteckt. Als wir den Sturm kommen sahen, haben wir uns mit Kissen über unseren Köpfen auf den Boden geworfen.”
 
Fassungslos erkunden die Überlebenden der Sturmserie die Überbleibsel ihrer Wohnungen.
Auch Alabama, weiter im Süden der USA, wird immerwieder von heftigen Stürmen heimgesucht. So mancher denkt da an Flucht – weit weg, in eine weniger gefährdete Region. “Ich denke ich werde für eine Weile woanders wohnen müssen”, sagt dieser Anwohner. “Vielleicht sollte ich auch ganz umziehen. Ich will nicht abergläubisch sein, aber wir leben wohl in einem der Sturmwanderwege und ich möchte das nicht noch einmal erleben.”
 
US-Präsident Barack Obama hat den leidtragenden Bundesstaaten unbürokratische Hilfe zugesagt. Die jüngsten Tornadoserie war bereits die zweite innerhalb weniger Tage. Die amerikanischen Behörden warnen vor weiteren Stürmen.