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Nach Zugunglück Nationaltrauer in Polen

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Nach Zugunglück Nationaltrauer in Polen

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Zwei Personenzüge sind auf Strecke Warschau-Krakau im Süden Polens etwa 80 Kilometer nördlich von Kraukau auf demselben Gleis frontal zusammengeprallt. Mindestens 16 Menschen kamen ums Leben, 58 Menschen wurden bei dem Unfall am Samstagabend verletzt.

An der Unglücksstelle arbeiteten die ganze Nacht 500 Feuerwehrleute und Polizisten. Mit Spürhunden suchten die Rettungskräfte in den Trümmern der Waggons nach Überlebenden.

Der polnische Präsident Bronislaw Komorowski sagte, unter den Opfern seien Menschen aus ganz Polen. Er kündigte an, er werde eine Nationaltrauer anordnen. Es ist das schlimmste Zugunglück in Polen der vergangenen zwanzig Jahre.

Zur Versorgung der Verletzten wurden beheizte Zelte errichtet. Neben Krankenwagen waren auch Hubschrauber im Einsatz.

Piotr Sikora (45) ist unter den Verletzten. Er sagt:
“Es gab nur den Aufprall, es gab keine Notbremsung, Dinge flogen auf uns. Plötzlich wurde es finster. Ich wurde nach vorne gedrückt und eingeklemmt.”

Der Zug Warschau-Krakau fuhr auf dem falschen Gleis, auf dem ihm der Zug Przemysl-Warschau entgegenkam. Warum ist unklar. Die Behörden ermitteln.