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Russland: Opposition kritisiert Wahl heftig

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Russland: Opposition kritisiert Wahl heftig

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Weit abgeschlagen war auch bei dieser Präsidentenwahl Gennadi Sjuganow. Der Vorsitzende
der russischen Kommunisten fährt bei seiner Kritik an der Abstimmung schwere Geschütze auf.

Seit fast anderhalb Monaten habe immer nur von den Webkameras in den Wahllokalen gesprochen, sagt Sjuganow. Damit habe man die Leute aber nur abgelenkt von einer weiteren unfairen und schändlichen Wahl. Für ihn sei diese Wahl nicht fair,
nicht unvoreingenommen und auch nicht respektabel.

Der Milliardär Michail Prochorow hatte gegen Wladimir Putin ebenfalls keine Chance – auch wenn er achtbar abschnitt. Viertausend Wahlverstöße hätten seine Helfer gezählt, sagt Prochorow, besonders in Sankt Petersburg und in der Moskauer
Gegend. Man werde eine Datenbank zusammenstellen, mit der man vor Gericht ziehen könne.

Kritik kommt erst recht von denen, die zu der Präsidentenwahl gar nicht erst zugelassen worden waren. Einer von ihnen, Ilja Jaschin, kündigt für heute in Moskau einen friedlichen Massenprotest an.
Man wolle auf friedlichem Weg aus der autoritären Herrschaft eine Herrschaft der Demokratie machen.

Putin ist nun wieder ganz oben – seine Gegner wollen ihm aber das Leben dort so schwer wie möglich machen.