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Westerwelle reagiert gelassen auf Lukaschenko

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Westerwelle reagiert gelassen auf Lukaschenko

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Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hat gelassen auf eine abschätzige Bemerkung des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu seiner Homosexualität reagiert. Lukaschenko hatte sich bei einer Ski-Veranstaltung diffamierend über den polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski und Westerwelle geäußert.

An Westerwelle gewandt sagte er, ob lesbisch oder schwul, wer da über Diktatoren gebrüllt habe, als er das gehört habe, habe er gedacht, es sei besser, Diktator zu sein als schwul. Gott werde Westerwelle richten.

Der FDP-Politiker hatte Lukaschenko vergangene Woche erstmals öffentlich als “letzten Diktator Europas” bezeichnet. Jetzt sagte Westerwelle: “Diese Äußerung richtet sich selbst. Ich werde auch nach diesen Äußerungen keinen Millimeter von meinem Engagement abrücken für Menschenrechte und Demokratie in Weißrussland.”

Die Europäische Union hatte in der vergangenen Woche Einreiseverbote gegen weißrussische Richter und Polizisten verhängt, die an der Verfolgung der Opposition besonders aktiv beteiligt gewesen sein sollen. Weißrussland hatte daraufhin den Abzug der Botschafter Polens und der EU-Institutionen gefordert.