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Griechenland-Pleite kann eine Billion Euro kosten

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Griechenland-Pleite kann eine Billion Euro kosten

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Ein vollständiger Zahlungsausfall Griechenlands würde nach Schätzungen des Internationalen Bankenverbandes IIF mehr als eine Billion Euro kosten. In einem vertraulichen Dokument warnt der von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann geführte Verband vor drastischen Folgen, sollte die Umschuldung der griechischen Staatsanleihen scheitern.

Griechische Banken und Anleger halten Anleihen in Höhe von rund 75 Milliarden Euro. Europäische Banken, Institutionen und Versicherer sitzen mit etwa 55 Milliarden im Boot. Hedge Fonds und Einzelanleger halten Anleihen in Höhe von circa 53,5 Milliarden Euro.

Vor rund zwei Wochen hatte sich die griechische Regierung nach monatelangen, harten Verhandlungen mit dem IIF darauf geeinigt, dass die privaten Gläubiger Griechenlands „freiwillig“ auf nominell 53,5 Prozent ihrer Forderungen verzichten sollen.

Für die restlichen Forderungen erhalten Banken und Versicherer Anleihen des Euro-Rettungsfonds EFSF und neue griechische Anleihen. Da diese schlechter verzinst werden, verzichten die Gläubiger auf etwa 74 Prozent ihrer Forderungen.