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Zugunglück in Polen: Anklage gegen Fahrdienstleiter

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Zugunglück in Polen: Anklage gegen Fahrdienstleiter

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Nach dem schweren Zugunglück in Polen muss sich nun ein Bahnmitarbeiter verantworten. Der Fahrdienstleiter soll eine Weiche falsch gestellt haben, so dass die beiden Züge auf das gleiche Gleis gerieten und ineinanderrasten. Das Unglück war am Sonnabend auf der Strecke Warschau-Krakau
passiert; dabei starben sechzehn Menschen.

Der beschuldigte Bahnmitarbeiter habe einen der Züge auf das falsche Gleis gelassen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Man habe ihm die formelle
Anklage noch nicht übergeben, da er zur Behandlung
in einer psychiatrischen Klinik sei. Der Mann stehe unter Schock, und sein geistiger Zustand habe auch noch keine Befragung erlaubt.

Offiziellen Angaben zufolge wurden fünfzehn der sechzehn Todesopfer identifiziert. Unter ihnen seien
eine Amerikanerin und eine Russin. Fast fünfzig Menschen werden demnach noch im Krankenhaus
behandelt. In vier Fällen ist der Zustand weiterhin lebensgefährlich.