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66-jährige Schweizerin sorgt nach Zwillingsgeburt für Debatten

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66-jährige Schweizerin sorgt nach Zwillingsgeburt für Debatten

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In der Schweiz hat eine 66-jährige, pensionierte Pfarrerin eine hitzige Debatte ausgelöst. Vor zwei Wochen brachte sie Zwillinge zur Welt, offenbar nach einer künstlichen Befruchtung in der Ukraine. Kritiker werfen ihr nun vor, sie habe damit gegen Schweizer Recht verstoßen. Es gestattet künstliche Befruchtung nur, wenn die Eltern “aufgrund ihres Alters und ihrer persönlichen Verhältnisse voraussichtlich bis zur Mündigkeit der Kinder für deren Pflege und Erziehung sorgen können”.

Der Reproduktionsmediziner Michael Jemec sagt, die Schweizer Gesetzgebung müsse in die richtige Richtung geändert werden; nicht, damit über 60-Jährige Mutter werden könnten, sondern um jüngeren Frauen zu helfen, die wirklich das Recht auf eine Schwangerschaft hätten.

In der Schweiz dürfen bei einer künstlichen Befruchtung nur eigene Eizellen der Mutter verwendet werden. In die Ukraine sei die Schweizerin gereist, weil dort auch fremde Eizellen erlaubt seien, hiess es. Europaweit entsteht etwa jedes 100. bis 150. Baby durch künstliche Befruchtung.