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Absage an autonomes Ostlibyen

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Absage an autonomes Ostlibyen

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Nach der Ausrufung eines autonomen Ostlibyen durch eine Gruppe von Stammesvertretern hat das Land ein Sturm der Entrüstung erfasst.

Das Autonomieprojekt, das in Bengasi von rund 3000 Bewohnern der Region vorgestellt worden war, wurde inzwischen auch von Mustafa Abdul Dschalil, dem Vorsitzenden des Übergangsrates, abgelehnt.

Er erklärte:“Wir rufen alle Bürger Libyens auf, sich hinter den nationalen Übergangsrat zu stellen.”

Die Stammesführer, die für eine Autonomie der sogenannten “Cyrenaica” plädierten, hatten ihren Schritt mit dem “Versagen” des Übergangsrates begründet, der während der Revolution im vergangenen Jahr die Macht übernommen hatte.

Libysche Beobachter erklärten inzwische jedoch, die Gruppe der Befürworter der Autonomie der ölreichen Ostregion werde von keiner der großen Revolutionsbrigaden unterstützt.

Dieser Mann aus Bengasi sagt:“Nein zum Föderalismus! Nein zum Regionalismus! Ja zu einem vereinten Libyen, kein Ost oder West, Tripolis ist die Hauptstadt und Begasi sollte das Land niemals zerteilen. Einheit, Einheit für immer.”

Auch Mitglieder des Übergangsrates in Bengasi erklärten, bei dem Wunsch nach Autonomie handele sich um eine Minderheitenforderung. Der Übergangsrat werde sie einfach nicht anerkennen.