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Silikon-Pfuscher hinter Gittern


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Silikon-Pfuscher hinter Gittern

Im Skandal um gefährliche Brustimplantate ist der frühere Hersteller ins Gefängnis gekommen. Jean Claude Mas hatte seine Kaution nicht gezahlt. Ende Januar war er bereits vorläufig festgenommen worden.

Der Franzose ist wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Hintergrund sind Billig-Implantate seines Unternehmens PIP, die leicht platzen und im Körper Schäden anrichten können. Mas gab an, aus Kostengründen minderwertiges Silikon verwendet zu haben.

In den vergangenen vier Jahren gab es Komplikationen bei 190 Opfern. In 20 Fällen hatte sich bei den Trägerinnen Brustkrebs gebildet. Ob der jedoch in Verbindung zu den Silikonkissen steht, ist unklar.

Die französische Regierung hatte allen betroffenen Frauen im Dezember geraten, die Implantate vorsorglich entfernen zu lassen. Wenig später zog die deutsche Regierung nach.
Weltweit sollen mehr als 300.000 Frauen betroffen sein.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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