Eilmeldung

Eilmeldung

Silikon-Pfuscher in Haft

Sie lesen gerade:

Silikon-Pfuscher in Haft

Schriftgrösse Aa Aa

Der umstrittene frühere Silikonkissen-Hersteller ist hinter Gittern. Die französische Polizei nahm Jean-Claude Mas fest, nachdem er seine Kaution nicht gezahlt hatte.

Ihm und seiner früheren Firma PIP wird vorgeworfen, vorsätzlich minderwertiges billiges Silikon für Brustimplantate verwendet zu haben, die im Körper leichter platzen können.

Laurent Gaudon, der Anwalt mehrerer betroffener Frauen, vermutet, Mas wolle mit seinem Vermögen keine Entschädigungen zahlen. Deshalb habe er die Kaution nicht hinterlegt, die direkt an die Opfer gehen sollte. Dass er nun im Gefängnis ist, das sei die logische Konsequenz.

Der Skandal war bekannt geworden, nachdem bei etwa 20 Frauen mit PIP-Implantanten Krebs diagnostiziert wurde. Ob ein Zusammenhang besteht, ist weiter unklar.

Die französische Regierung hatte im Dezember den etwa 30.000 betroffenen Tägerinnen empfohlen, ihre Implantate zu entfernen.

Mas, dessen Firma bankrott ging, bestreitet mögliche Gesundheitsschäden durch die Billig-Implantate.

Weltweit tragen 300.000 Frauen die riskanten Silikonkissen in ihren Körpern.