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UN-Nothilfekoordinatorin unterwegs nach Homs

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UN-Nothilfekoordinatorin unterwegs nach Homs

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Während eines Besuches der Vereinten Nationen in Syrien sind die Proteste neu aufgeflammt. In mehreren syrischen Städten gingen die Menschen auf die Straße und forderten Präsident Baschar al-Assad zum Rücktritt auf.

Dem schloss sich der Nachbar und frühere Verbündete Türkei erneut an. Präsident Abdullah Gül nannte den Kurs in Damaskus eine Einbahnstraße: “Sobald die Probleme eines Landes die Grenzen der Vernunft überschreiten, werden sie zum Problem der internationalen Gemeinschaft und der gesamten Menschheit. Das ist gerade der Fall mit Syrien. Jeden Tag gibt es neue Tote, das Vertrauen in die syrische Regierung ist erschöpft.”

Währenddessen ist die Nothilfekoordinatorin der Vereinten Nationen Valerie Amos unterwegs nach Homs. Die Einreise war ihr in der vergangenen Woche noch verweigert worden. Auf ihrem dreitägigen Besuch versucht sie die Behörden zu überzeugen, den Weg für humanitäre Helfer frei zu machen. Seit sechs Tagen warten Mitglieder des Roten Kreuzes vergeblich auf grünes Licht, um Hilfsgüter ins umkämpfte Baba Amro Viertel zu bringen.

Nach Schätzungen von syrischen Menschenrechtlern kamen seit Beginn des Aufstandes in Syrien fast 8500 Menschen ums Leben.