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Baba Amr wüst und leer

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Baba Amr wüst und leer

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“Ganz schön verwüstet” und “fast menschenleer” hat die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos das bis vor kurzem umkämpfte Viertel Baba Amr in der syrischen Bürgerkriegsstadt Homs vorgefunden. Amos habe einige Stadtteile von Homs eine Stunde lang besuchen dürfen, so ihre Sprecherin Amanda Pitt in New York. In die Viertel unter oppositioneller Kontrolle habe man sie aus “Sicherheitsgründen” nicht vorgelassen.

Am vergangenen Donnerstag hatten Regierungstruppen die Deserteure der “Freien Syrischen Armee” aus Baba Amr vertrieben. Auch Rotes Kreuz und Roter Halbmond mussten danach fast eine Woche lang draußen bleiben, Berichte über
Hinrichtungen, Massenfestnahmen,
Vergewaltigungen und Plünderungen konnte niemand verifizieren.

Geflüchtete aus Homs bekamen in einem Vorort Hilfe. Das nächste “Homs” könnte Saraqeb heißen, befürchtet die syrische Opposition. In die Stadt im Nordwesten seien mehr als 40 Panzer und gut 130 Truppentransporter unterwegs, so der oppositionelle syrische Nationalrat.

In zwei Tagen wird der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan in Damaskus erwartet, jetzt Syrien-Sonderbeauftragter der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga.

Im UN-Sicherheitsrat wird eine neue Syrien-Resolutuíon diskutiert, der auch Russland und China zustimmen könnten.

mit Reuters, AFP, dpa