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Proteste bei Zapfenstreich für Wulff


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Proteste bei Zapfenstreich für Wulff

Mit einem Großen Zapfenstreich hat sich der
bisherige deutsche Bundespräsident Christian Wulff endgültig in den Ruhestand verabschiedet. Drei Wochen nach dem Rücktritt äußerte der 52-Jährige “Bedauern” darüber, dass er seine Amtszeit nicht beenden konnte. Auf die näheren Umstände ging er jedoch nicht ein. Auf dem Zapfenstreich – wie er zu Ehren von scheidenden Staatsoberhäuptern üblich ist – hatte Wulff bestanden.

An der Zeremonie nahmen zwar Bundesratspräsident Horst Seehofer als amtierendes Staatsoberhaupt, Kanzlerin Angela Merkel und mehrere Minister teil. Von Wulffs vier noch lebenden Vorgängern war jedoch keiner dabei. Auch die Opposition fehlte praktisch komplett.

Vor dem Präsidialamt, dem Schloss Bellevue in Berlin, machten Wulff-Gegner ihrem Ärger mit Pfiffen, Triller-Pfeifen und Vuvuzela-Tröten Luft. Auch “Schande”-Rufe waren immer wieder zu hören. Die Polizei sprach von etwa 250 friedlichen
Demonstranten. Kritik gab es auch daran, dass Wulff auf den Zapfenstreich nicht verzichten wollte und trotz seiner kurzen Amtszeit von knapp 20 Monaten für den Rest seines Lebens fast 200.000 Euro “Ehrensold” pro Jahr bekommen soll.

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