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Was war schuld am Concorde-Absturz?


Frankreich

Was war schuld am Concorde-Absturz?

Knapp zwölf Jahre nach dem Concorde-Absturz bei
Paris hat ein Berufungs-Prozess um die Schuldfrage begonnen.

In dem ersten Verfahren hatte ein Gericht Ende 2010 der US-Fluggesellschaft Continental Airlines und einem ihrer Mitarbeiter die Schuld zugewiesen.

Die Kernfrage: Die Concorde fuhr auf ein Teil, das eine Continental-Maschine verloren hatte. Aber hat sie vielleicht schon vorher gebrannt ?

Jetzt wird gegen vier Angeklagte neu verhandelt. Das Verfahren gegen zwei weitere wurde abgetrennt und vertagt – darunter der sogenannte “Historiker” der Concorde, Henri Perrier, 82. Er ist schwer krank.

Olivier Metzner, Anwalt von Continental Airlines:

“Achtzehn Zeugen erklären, dass die Concorde Feuer gefangen hatte, bevor sie auf die Titan-Lamelle traf. Das würde bedeuten, dass der Unfall unvermeidlich war. Darüber hinaus war das Gericht nicht in der Lage zu erklären, wie das Flugzeug Feuer fing”.

Fernand Garnault, Anwalt von Air France:

“Es ist nach detaillierter Aktendurchsicht klar, Auslöser war in der Tat dieser Streifen, den das Continental-Flugzeug verloren hatte. Wir sind hier, um Continental da zu widersprechen (Continental)”

Bei dem Absturz des Überschalljets am 25. Juli
2000 waren 113 Menschen ums Leben gekommen – darunter 97 Deutsche.

Bald darauf wurde die Concorde aus dem Verkehr gezogen.

mit dpa, Reuters, AFP

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