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Wassermangel in der Welt: Was kann die EU tun?

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Wassermangel in der Welt: Was kann die EU tun?

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Wasserknappheit ist die Ursache für Kriege und Konflikte an vielen Orten in der Welt – und die Ressourcen werden immer knapper. Was kann die EU gegen den Wassermangel tun? Dieser Frage gehen drei Experten in dieser Ausgabe von “The Nework” auf den Grund.

Der Nil, einer der längsten Flüsse der Welt, bewässert einen großen Teil Afrikas – von Uganda bis Ägypten. In der Vergangenheit war er oft eine
Quelle für Konflikte – und könnte es wieder werden,
denn Äthiopien plant nun vier große Staudämme.
Bevölkerungswachstum und Klimawandel könnten zu neuen Wasserkriegen führen.

Der Kampf ums Wasser ist auch ein Thema auf dem 6. Weltwasserforum dieses Jahr in Marseille.

Regionen wie die Sahelzone, der Mittlere Osten und Südasien leiden unter immer größerem Wassermangel. Den Vereinten Nationen zufolge
haben 1.2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser, 500 Millionen Menschen sind nicht weit von diesem Zustand entfernt. Laut
UNO gab es in den letzten 50 Jahren 37 Wasserkriege. Generalsekretär Ban Ki Moon sagte zu dem Thema: “Oft finden wir dort Waffen, wo wir eigentlich nur Wasser bräuchten.”
NGOs rechnen mit neuen Konflikten, wenn es nicht gelingt, den Sturm der reicheren Länder auf Ackerland in den Entwicklungsländern zu steuern.

“In dieser Ausgabe von “The Network” sind zugeschaltet:

- aus Kairo: Hisham Kandil, Minister für Wasser-Ressourcen und Bewässerung in Ägypten, einem Land, das seinen Teil am Nilwasser einfordert.

- im Europaparlament in Brüssel die Niederländerin Judith Merkies, Mitglied des Europaparlaments und Vize-Vorsitzende der “Wasser Intergroup” des Parlaments.

- und aus Marseille, Loic Fauchon, Präsident des Weltwasserrats, der das Weltwasserforum
organisiert. Er ist auch Präsident der “Groupe des Eaux de Marseille”, die sich im Besitz der französischen Wasserriesen Veolia and Suez befindet.