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Assads Truppen wüten weiter gegen Aufstand

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Assads Truppen wüten weiter gegen Aufstand

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Es sind die letzten Stunden, die die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos in Syrien verbringt. Sie kam am Abend mit dem Leiter des dortigen Roten Kreuzes und Roten Halbmondes zusammen. Laut Pressmeldungen will sie weiter versuchen, bei Gesprächen mit Ministern zu erreichen, dass Hilfsorganisationen ins Land gelangen können.

Während Amos heute allerdings wieder abreist, steht die Ankunft UN-Sondergesandten Kofi Annan kurz bevor. Er wird am Samstag in Damaskus erwartet. Annan sagte, eine Lösung für die Krise in Syrien könne nur aus dem Land selbst kommen. Ein militärisches Eingreifen lehnte er ab.

Valerie Amos hatte den von der syrischen Armee eroberten Homser Stadtteil Baba Amro besucht. Vom Ausmaß der Zerstörung zeigte sie sich erschüttert. Auf nicht verifizierten Amateuraufnahmen aus Homs sind massive Schäden in den ausgestorbenen Straßen zu sehen. 27 Tage war das Militär von Baschar al-Assad hier gegen die Aufständischen vorgegangen.

Vereinzelt soll es noch Gefechte zwischen Aufständischen und der Armee geben. Doch die schlecht ausgerüsteten Rebellen sind kein wirkliches Problem für die Truppen Assads. Vielmehr macht es dem Regime zu schaffen, dass bislang treue Gefolgsleute zu den Aufständischen überlaufen. Nach zahlreichen Funktionären und Militärs erklärte jetzt sogar Vize-Ölminister Abdo Hossam al-Din seine Unterstützung für die Assad-Gegner.

Unterdessen bereiten sich Assads Soldaten offenbar auf einen Sturm der Protesthochburg Deraa vor. Auf einem ebenfalls nicht verifizierten Amateurvideo sind angeblich Soldaten und Panzer Assads zu sehen. Der Sprecher auf dem Video sagt, er befürchte, Deraa stehe nun ein “Baba-Amro-Szenario” bevor.