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Private Gläubiger senken Athens Schulden

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Private Gläubiger senken Athens Schulden

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Athen hat die entscheidende Hürde auf dem Weg zu seiner Rettung vor dem Staatsbankrott genommen. Nach Angaben der Regierung haben 85,8 Prozent der privaten Gläubiger einem Tausch ihrer Anleihen und damit einem Schuldenerlass zugestimmt.

Die angestrebte 90-Prozent-Schwelle wurde zwar nicht erreicht, trotzdem könnten die Griechen mit dem Ergebnis zufrieden sein, so Finanzanalyst Michalis Massourakis:

“Das ist mehr, als wir erwartet haben, und damit ein großer Erfolg. Dabei geht es gar nicht so sehr um den Schnitt selbst, sondern um die Möglichkeit, wieder neues Vertrauen in unsere Wirtschaft fassen zu können.”

Teile der unter großem finanziellen Druck stehenden griechischen Bevölkerung sehen das offenbar anders. So mancher Grieche lässt an der Regierung kein gutes Haar:

“Wer 100 Euro Schulden bei der Bank hat, wird hochgenommen. Wer Milliarden schuldet, bleibt unbehelligt? Schämen die sich nicht? Pfui, ich spucke auf sie”, schimpft einer der Passanten in der Athener Innenstadt. Ein anderer erklärt: “Gut für die, ja. Aber für uns doch nicht! Jeder kümmert sich nur um sich selbst. In Kürze werden die Menschen auf der Strasse sitzen. Wir haben hier mehr als 2000 Obachlose.”

Und doch ging mit dem Ergebnis eine Zitterpartie zu Ende. Griechenland kann nun mit einer Schuldenentlastung von 100 Milliarden Euro und der von EU und IWF in Aussicht gestellten Finanzspritze rechnen.

Die griechische Regierung kündigte an, nun auch die übrigen Gläubiger zu einem Schuldenerlass zwingen zu wollen.