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Proteste gegen Strauss-Kahn-Auftritt in Cambridge

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Proteste gegen Strauss-Kahn-Auftritt in Cambridge

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Im Vorfeld einer Rede des früheren Chefs des Internationalen Währungsfonds, Dominiqie Strauss-Kahn, ist es an der britischen Elite-Universität Cambridge zu Protesten gekommen. Auf dem Campus wurden Graffitis wie “Frauen haben etwas besseres verdient” an die Wände gesprüht. Strauss-Kahn betrat den Debattierclub Cambridge Union schliesslich begleitet von Leibwächtern durch eine Hintertür.

Auch der Anwalt des New Yorker Zimmermädchens Nafissatou Diallo, Douglas Wigdor, reiste nach Cambridge. Er sprach vor Studenten von einem Affront für alle Opfer von Sexualstraftaten. Die Universität sei getäuscht worden und biete nun eine Plattform für die PR-Kampagne, die der Rehabilitierung Strauss-Kahns diene – trotz seiner wiederholten und kläglichen Taten. Die Universität habe diesen Auftritt wohl irgendwie mit Redefreiheit gerechtfertigt.

Strafrechtlich haben die Vorwürfe Diallos wegen sexueller Übergriffe keine Bedeutung mehr, weil die Ermittler ihre Glaubwürdigkeit bezweifelten. Am 28. März beginnt in New York jedoch mit einer Vernehmung Strauss-Kahns ein zivilrechtliches Verfahren. Der 62-Jährige war im Zuge der Affäre als IWF-Chef zurückgetreten.