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Slowakei wählt: Wer kann den "Gorilla" Korruption bändigen?

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Slowakei wählt: Wer kann den "Gorilla" Korruption bändigen?

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“Iveta geh nicht weg!” heißt eine Sozialnetzwerk-Kampagne in der Slowakei. Aber genau danach sieht es für Ministerpräsidentin Iveta Radicova
bei der vorgezogenen Parlamentswahl an diesem Samstag aus.

Haupt-Wahlkampfthema: Ein Korruptionsfilz zwischen Politik und Wirtschaft bei der Privatisierung von Staatsbetrieben, Geheimdienst-Codename “Gorilla.”

Hoher Wahlfavorit ist der sozialdemokratische Oppositionsführer Robert Fico, von 2003 bis 2010 Ministerpräsident.

Radicova war wegen eines Finanzskandals in ihrer eigenen christlich-liberalen Partei unter Mikulas Dzurinda nominiert worden – er wurde dann Außenminister ihrer Vier-Parteien-Regierung.

Radicova deckte einen weiteren Korruptionsskandal riesigen Ausmaßes mit auf, in den war dummerweise vor allem auch wieder ihre eigene Partei verwickelt. Dann verlor sie eine Vertrauensabstimmung über die
Erweiterung des Euro-Rettungsschirms (EFSF).

Und das alles in eineinhalb Jahren.

Nach Umfragen erwartet das Regierungslager ein Wahldebakel: Drei der vier Koalitionspartner könnten aus dem Parlament verbannt werden.

mit Reuters, dpa