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Zehntausende gegen Putin

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Zehntausende gegen Putin

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Auch in der Woche nach der erneuten Wahl von Wladimir Putin zum Staatspräsidenten zweifeln zehntausende Russen an der Rechtmäßigkeit des Wahlergebnisses.

Russische Sicherheitskräfte schätzten die Teilnehmerzahl eines behördlich genehmigten Protestmarschs unweit des Moskauer Kremls auf 10.000 Demonstranten. Die Opposition zählte angeblich mehr als 25.000 Teilnehmer.

Zu ihnen gehörte auch er: Sergej Udalzow, treibende Kraft der politischen Bewegung Linke Front:

“Waren das Wahlen? Sagt mir, waren das Wahlen? Und der Mann, der diese Krokodilstränen weinte, können wir ihn unseren Präsidenten nennen?”, rief er der Menge zu. “Wenn heute die genehmigte Demonstration endet, müssen wir nirgendwohin gehen. Ich habe es nicht eilig. Es ist einfach: Entweder haben die uns noch einmal sechs Jahre oder wir sie! Ich werde kämpfen, ihr auch?”

Nach seiner Rede zog Udalzow in einer weiteren, nicht genehmigten Demonstration, weiter durch Moskau. Er und zwanzig seiner Anhänger wurden daraufhin von Sicherheitskräften festgenommen.

Auch in Sankt Petersburg und anderen Städten Russlands kam es während nicht autorisierter Demonstrationen zu Festnahmen.