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Freispruch im "Jungfäulichkeitstest-Verfahren"

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Freispruch im "Jungfäulichkeitstest-Verfahren"

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Ein ägyptisches Militärgericht hat einen Arzt vom Vorwurf freigesprochen, er habe gegen ihren Willen bei Frauen “Jungfräulichkeitstests” durchgeführt. Nach Ansicht der Richter war die Beweislage widersprüchlich. Die Streitkräfte hatten die “Jungfräulichkeitstests” damit begründet, man habe sich vor den Vorwürfen sexuellen Missbrauchs schützen wollen. Die Aktivistin Samira Ibrahim hatte geklagt, weil sie nach ihrer Festnahme auf dem Tahrir-Platz in Kairo gegen ihren Willen von einem Arzt untersucht worden war. Ibrahim brach bei der Urteilsverkündung in Tränen aus. Auch bei mindestens 16 anderen Frauen hatten Ärzte unter Androhung oder Anwendung von Gewalt festgestellt, ob sie noch Jungfrauen waren oder nicht. Der Fall hatte international für Empörung gesorgt.