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Fukushima-Jahrestag: Atomproteste in aller Welt

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Fukushima-Jahrestag: Atomproteste in aller Welt

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Atomkraftgegner in aller Welt haben zum Jahrestag der Katastrophe in Japan gegen die Nutzung der Kernenergie demonstriert. In Deutschland gab es die größte Kundgebung im Raum Braunschweig. Am Atomlager Asse bildeten die Menschen eine rund 80 Kilometer lange Lichterkette.

“Ich bin Mutter von fünf Kindern, ich habe Sorge für die nächste Generation getragen, und ich fühle mich jetzt verantwortlich, die Fragen meiner Kinder und auch meine eigenen Fragen zu beantworten”, erklärt eine Demonstrantin.

Auch bei den Atomanlagen in Brokdorf, Neckarwestheim und Gundremmingen forderten die Bürger auf mit Menschenketten, Origami-Faltwerken und anderen Formen des Protests eine schnelle Umsetzung der Energiewende und neue Antworten im Umgang mit dem radioaktiven Müll.

In Brüssel demonstrierten gut tausend Bürger für die Schließung der belgischen Kernkraftwerke. In Nordspanien gab es ähnliche Proteste für die Schließung der Anlagen dort.

Im Atomstromland Frankreich bildeten mehr als 60.000 Kernkraftgegner eine Menschenkette durch das Rhônetal zwischen Lyon und Avignon – eine historisch hohe Beteiligung laut Greenpeace. In dem Tal stehen die Kernkraftwerke so dicht wie nirgendwo sonst in Europa.