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Trauer am Strand von Iwaki

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Trauer am Strand von Iwaki

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Blumen sollen die Menschen ehren, die Japan ein Jahr nach der Katastrophe nicht vergessen hat. Die Angehörigen der Opfer von Fukushima sind zum Gedenken am Strand von Iwaki zusammengekommen. Viele haben Sehnsucht nach einer Heimat, die sie wohl nie mehr betreten werden.

“Ich finde keine Worte dafür”, klagt eine junge Frau. “Ich komme aus Namie, wohin wir nicht zurückkehren können. Um ehrlich zu sein, seither gab es wenig gute Zeichen für uns.”

Japan befindet sich weiter im Schockzustand. Auch der Zorn auf die politische Klasse dauert an: “Das Jahr ging für mich fast unbemerkt vorüber. Ich frage mich, was die Politiker in dieser Zeit unternommen haben,” resümiert eine andere Hinterbliebene.

Noch immer werden im Katastrophengebiet Leichen geborgen. Damit könnte die Zahl der Toten auf mehr als 19.000 steigen. Obwohl auch er einen Angehörigen verloren hat, ist einer der Trauernden nicht ohne Hoffnung: “Ich bin gekommen um meinem Großvater, der ums Leben kam, zu sagen, dass es mir gut geht und ich mein Leben trotz allem genießen kann.”