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Defizitbekämpfung: Spanien wird zum Buhmann

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Defizitbekämpfung: Spanien wird zum Buhmann

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Inzwischen wird Spanien immer mehr zum Sorgenkind der Eurogruppe. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte ihre Euro-Partner kürzlich irritiert, als sie erklärte, das angestrebte Defizitziel für 2012 von 4,4 Prozent nicht zu erreichen. Stattdessen rechnet Madrid mit 5,8 Prozent.

Zugleich steht das Land ökonomisch am Abgrund.
Die Wirtschaft dürfte in diesem Jahr um 1,7 Prozent schrumpfen, und die Arbeitslosenquote geht noch weiter in die Höhe auf 24 Prozent.

In die Schlagzeilen geriet unterdessen das Dorf Peleas de Abajo, das die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller spanischen Gemeinden aufweist: 20.000 Euro.

Die Schulden hätten sich über Jahre angehäuft, und jetzt sei es praktisch unmöglich, davon wegzukommen, meint ein Bewohner. Ohne deutliche Hilfen der Regierung blieben die öffentlichen Leistungen der Gemeinden so gut wie nicht existent.

Doch nationale Hilfen bleiben aus, die Kassen Madrids sind leer. Vielleicht hilft nur noch Glück im Spiel…