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Den Haag: Früherer Präsident vom Tschad im Visier

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Den Haag: Früherer Präsident vom Tschad im Visier

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Der Internationale Strafgerichtshof hat die Auslieferung des früheren Präsidenten des Tschad Hissène Habré beantragt. Habré, dem Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Folter vorgeworfen werden, hält sich seit Jahren im Senegal auf.

An diesem Montag gab es eine erste Anhörung in Den Haag. Grundlage des Verfahrens ist die Klage eines Belgiers tschadischer Herkunft. Brüssel hatte gegen Habré 2005 Haftbefehl erlassen. Ein Jahr später erklärte sich Dakar bereit, dem Ex-Präsidenten des Tschad den Prozess zu machen – was bisher folgenlos blieb.

Nach Informationen einer Untersuchungskommission im Tschad sind unter Habré 40.000 Menschen getötet worden – unter ihnen Oppositionelle und ethnische Minderheiten.