Eilmeldung

Eilmeldung

Massaker in Syrien - Weltsicherheitsrat streitet weiter

Sie lesen gerade:

Massaker in Syrien - Weltsicherheitsrat streitet weiter

Schriftgrösse Aa Aa

Die Gräuel in Syrien nehmen kein Ende – und der UN-Sicherheitsrat ist weiter uneins. Aus Homs wurden Bilder massakrierter Zivilisten gezeigt. Die Aufständischen machten Regierungstruppen verantwortlich, die Staatsmedien bezichtigten Terroristen.

Einmütig war der Weltsicherheitsrat nur in der Forderung, dass die Gewalt gestoppt werden muss. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon stellte klar: “Die syrische Regierung hat versagt in ihrer Pflicht, das eigene Volk zu schützen. Stattdessen hat sie die Bürger in mehreren Städten militärischen Angriffen und unangemessenem Einsatz von Gewalt ausgesetzt.”

Doch während US-Außenministerin Hillary Clinton erklärte, dass der Rat nicht schweigen müsse, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden, und ihre deutschen und britischen Kollegen dem Rat Versagen vorwarfen, blieb Russlands Außenminister Sergej Lawrow auf prosyrischer Position.

Er räumte zwar ein, dass die syrischen Behörden einen großen Teil der Verantwortung trügen, doch hätten sie es seit langem nicht mehr mit unbewaffneten Menschen zu tun. Außerdem erklärte er, der Sicherheitsrat werde manipuliert ähnlich wie im Fall Libyens.

Der Syrien-Sondergesandte Kofi Annan, der nach seinem Besuch in Syrien in der Türkei von seiner vergeblichen Mission berichtete, appellierte an die Kollegen: “Das Töten von Zivilisten muss jetzt ein Ende haben. Die Welt muss eine klare, gemeinsame Botschaft aussenden, dass dies nicht hinnehmbar ist.”

Mehr als 12.000 Syrer haben inzwischen in der Türkei Zuflucht gefunden, sie demonstrierten während des Annan-Besuchs für einen Regimewechsel in der Heimat. Der oppositionelle Syrische Nationalrat teilte derweil mit, er habe nun ein Verbindungsbüro für ausländische Waffenlieferungen an die Rebellen eingerichtet.