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Finanztransaktionssteuer bleibt umstritten

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Finanztransaktionssteuer bleibt umstritten

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Spanien muss sparen, um sein Defizit in den Griff zu bekommen. Von mehr als acht Prozent will Madrid das Defizit auf 5,3 Prozent seiner Wirtschaftsleistung drücken. Bei einem Treffen der Finanzminister der Europäischen Union in Brüssel versicherte der französische Ressortchef Francois Baroin: “Spanien wird seine Anstrengungen auch 2013 fortsetzen. Das gilt jedoch auch für die anderen Staaten. Wir wollen das Vertrauen in die Euro-Zone wiederherstellen, wir werden das Haushaltsdefizit verringern.” Weitere Themen der Ministerkonferenz waren das hohe Haushaltsdefizit Ungarns sowie die umstrittene Einführung einer Steuer auf Finanzgeschäfte. Frankreich und Deutschland drängen darauf, andere lehnen sie ab. “Es dürfte schwierig werden, die Finanztransaktionssteuer zu akzeptieren”, so der schwedische Finanzminister Anders Borg. “Darlehen für Immobilien würden teurer werden, Kapitalkosten für Unternehmen sowie die Kosten für die Regierung ebenfalls. Der Vorschlag schadet dem Wachstum Europas.” “Der Gedanke einer Finanztransaktionssteuer ist 40 Jahre alt”, ergänzt unsere Korrespondentin Natalia Richardson-Vikulina. “Die EU will sie einführen, weil sie Geld benötigt, um die Krise zu überwinden. Auch geht die EU davon aus, dass die Finanzindustrie im Vergleich zu anderen Bereichen geringer besteuert wird.”