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Gewaltsame Proteste in Afghanistan

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Gewaltsame Proteste in Afghanistan

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Das Massaker eines US-Soldaten an mehreren Zivilisten hat in Afghanistan wütende Proteste ausgelöst.

Eine hochrangige Regierungsdelegation zur Untersuchung des Mordes an den Zivilisten ist unterdessen in Südafghanistan am Ort des Massakers von Aufständischen beschossen worden.

In der ostafghanischen Stadt Dschalalabad, der Hauptstadt der Provinz Nangarhar, gingen unterdessen hunderte Studenten auf die Straße. Die Demonstranten skandierten Parolen wie “Tod für Amerika” und “Tod für Obama”.

Beteuerungen der amerikanischen Regierung, den Zwischenfall zu bedauern, fanden in Afghanistan kaum Gehör.

US-Präsident Barack Obama:“Wir gehen mit dem Tod der afghanischen Zivilisten so um, als hätte sich die Tötungsserie in den USA ereignet, da wird es keinen Unterschied geben.”

In Afghanistan wird unterdessen die Enthauptung des US-Soldaten gefordert, der in der Nacht zu Sonntag nahe Kandahar 16 Zivilisten, darunter neun Kinder, getötet hatte.

Bereits nach den Koranverbrennungen durch US-Soldaten in der Basis Bagram nördlich von Kabul vor drei Wochen war es in Afghanistan zu tagelangen Unruhen gekommen. Dabei waren mindestens 30 Demonstranten ums Leben gekommen. Auch in Dschalalabad waren damals bei gewaltsamen Protesten Menschen gestorben.

Seitdem wurden außerdem sechs US-Soldaten durch afghanische Sicherheitskräfte getötet.