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Sarkozy: Finanzierte Gaddafi seinen Wahlkampf?

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Sarkozy: Finanzierte Gaddafi seinen Wahlkampf?

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Es geht aufwärts für den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Zum ersten Mal seit Monaten liegt er laut Umfragen in der ersten Runde vor dem Sozialisten François Hollande.

Gute Nachrichten für den Präsidenten, die jedoch von negativen Schlagzeilen überschattet werden. Wie die Internetplattform Mediapart behauptet, soll Sarkozys voriger Wahlkampf mit 50 Millionen Euro durch den libyschen Gaddafi-Clan finanziert worden sein.

Eine Behauptung, die den Präsidenten – darauf angesprochen – aus der Wahlkampf-Fassung bringt. Er hätte sich für Gaddafis Geld nicht mit Luftangriffen bedankt.

Als die Journalistin auf entsprechende Äußerungen des Gaddafi-Sohnes Saïf al-Islam verwies, wurde Sarkozy ausfallend und nannte sie dessen Sprachrohr. Eine Finanzierung seines Wahlkampfes durch den Gaddafi-Clan sei grotesk, Saïf al-Islam solle entsprechende Schecks vorzeigen.

Eine Anspielung auf ein Interview mit Euronews, in dem Saïf al-Islam ankündigt, Beweise auf den Tisch zu legen. Sarkozy müsse Libyen das Geld zurückerstatten, mit dem er seinen Wahlkampf finanziert habe, forderte der Sohn Gaddafis. Dafür gebe es Beweise. Man sei bereit, die Karten auf den Tisch zu legen. Man habe diesem Clown Hilfe geleistet, damit er sich für das libysche Volk einsetzt, doch Sarkozy habe die Erwartungen nicht erfüllt. Alle Kontoauszüge und Überweisungen würden in Kürze publik gemacht, kündigte er an.

Kontoauszüge und Überweisungen, auf die Saïf al-Islam im Gefängnis von As-Sintan wohl keinen Zugriff hat. Sobald er ausgeliefert wird, muss er sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten.

Das ganze Interview mit Saïf al-Islam finden Sie bei Euronews.net. Gaddafi-Sohn: “Wir haben Sarkozys Wahlkampf finanziert”