Eilmeldung

Eilmeldung

Sarkozy nimmt Steuerflüchtlinge ins Visier

Sie lesen gerade:

Sarkozy nimmt Steuerflüchtlinge ins Visier

Schriftgrösse Aa Aa

Im französischen Präsidentschaftswahlkampf hat Staatspräsident Nicolas Sarkozy angekündigt, gegen Steuerflüchtling vorzugehen. Sarkozy wehrt sich verzweifelt gegen seinen Ruf, ein Präsident der Reichen gewesen zu sein, und seine Versprechen aus dem Wahlkampf 2007 gebrochen zu haben. Bei einem Auftritt im Fernsehsender TF1 sagte er, es sei eine Frage der Moral für Bürger ihren Anteil an der Finanzierung des Staates zu tragen.

“Wir werden dieselben Regelungen wie die Amerikaner anwenden. Steuern sind an die Staatsbürgerschaft gebunden. Jeder Steuerflüchtling, jeder der nur im Ausland lebt, um in Frankreich keine Steuern zu zahlen, muss dem französischen Finanzamt die im Ausland gezahlten Steuern deklarieren. Und wenn diese Summe niedriger ist als die französischen Steuern, dann muß er die Differenz nachentrichten”, erklärte Sarkozy.

Sein sozialistischer Herausforderer Francois Hollande versucht sich mit dem Vorschlag einer Reihensteuer von 75 % auf Millionärseinkommen als Vertreter der Mittelschicht darzustellen. Hollande griff Sarkozy für seinen Vorschlag, das Schengenabkommen zu verlassen an: “Er hat kein Projekt, kein Programm, keine Vorschläge. Er improvisiert und seine jüngste Improvisation ist der Vorschlag, das Schengen-Abkommen zu überprüfen oder auszusetzen”.

Der Chefin der Nationalen Front, Marine Le Pen fehlen immer noch eine Handvoll Unterstützer. Um zur Präsidentschaftskandidatur zugelassen zu werden müssen 500 kommunale Mandatsträger eine Kandidaten unterstützen