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Türkei lässt Journalisten frei

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Türkei lässt Journalisten frei

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In der Türkei sind mehrere Journalisten aus dem Gefängnis entlassen worden, die verdächtigt worden waren, sich an Putschvorbereitungen beteiligt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte sie ursprünglich beschuldigt, Teil der sogenannten “Ergenekon-Verschwörung” gewesen zu sein.

Kritiker werfen der Regierung vor, das Verfahren zur Einschüchterung politischer Gegner zu missbrauchen.

Der freigelassene Journalist Nedim Sener:
“Ich sollte dafür zahlen, dass ich im Fall Hrant Dink recherchiert habe! Das war doch der wahre Grund, weshalb sie gegen uns vorgegangen sind.”

Der Journalist Hrant Dink, der den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich nicht länger tabuisieren wollte, war vor fünf Jahren auf offener Straße erschossen worden.

Die AKP um Ministerpräsident Erdogan habe ihre Hände mit im Spiel gehabt, heißt es aus Kreisen der Opposition, Erdogan jedoch hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Auch mehrere Militärs waren in den vergangenen Jahren unter der Beschuldigung inhaftiert worden, sie hätten den Sturz Erdogans geplant.

Die türkische Armee hatte in den Jahren 1960, 1971 und 1980 geputscht. Sie sieht sich selbst als Garant der säkularen Werte der Türkei und betrachtet die Regierung Erdogan wegen deren islamischer Wurzeln mit Misstrauen.