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Verzweiflung im belgischen Lommel

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Verzweiflung im belgischen Lommel

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Auch in der Kleinstadt Lommel im Norden Belgiens, unmittelbar an der Grenze zu den Niederlanden, herrscht Verzweifelung. Lehrer und Eltern versuchen die Kinder zu schonen, doch jeder der Erwachsenen aus dem Ort mit mehr als 30 000 Einwohnern weiß Bescheid: Denn nicht wenige der Todesopfer stammen von hier, aus Lommel. Er habe viele Tränen und Verzweiflung gesehen, sagt Patrick Hoojmaertens, Bischof von Hasselt. Viele fragten sich, ob ihr Sohn oder ihre Tochter zu den Opfern gehöre. Der Schmerz verschlage den Menschen die Sprache. Man könne in diesen Augenblicken nur hoffen und beten. Auch ihn schmerze die Tragödie.

Noch am Montag hatten sich die Schüler aus Lommel per Online-Reisetagebuch aus den Ferien in der Schweiz gemeldet. “Jedes Unglück ist schlimm, erstrecht eines, bei dem die Opfer Kinder sind”, sagt der stellvertretende Bürgermeister Kris Verduyckt. “Zu den Opfern zählen auch zwei Erwachsene der Schule”, fügt er hinzu. “Auch für die Erwachsenen ist es schrecklich”. Die belgischen Behörden entsandten Spezialisten, die bei der Identifizierung der Opfer helfen sollen.