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Di Rupo: "Es gibt keine angemessenen Worte"

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Di Rupo: "Es gibt keine angemessenen Worte"

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Nach dem Busunfall in der Schweiz bangen Angehörige weiter um das Leben ihrer Kinder. Die 24 jungen Verletzten werden in Krankenhäusern behandelt, drei von ihnen liegen im Koma. Für 28 Menschen kam jede Hilfe zu spät, als ihr Ski-Bus am späten Dienstag Abend gegen eine Tunnelwand prallte. Die meisten Opfer sind belgische Schulkinder.

Ministerpräsident Elio di Rupo rang nach Worten. Mit bedeckter Stimme erklärte er, “wenn ein Kind stirbt, gibt es keine angemessenen Worte. Worte versagen, da der Schmerz so persönlich, so intensiv ist. Wie lindert man den Schmerz, wenn ein Kind im Krankenhaus leidet oder gar gestorben ist? Dafür gibt es keine angemessenen Worte.”

Unter Hochdruck arbeiten Experten daran, die Unfallursache zu klären. Mehrere Gründe sind möglich: Ein technischer Defekt, menschliches Versagen oder ein gesundheitliches Problem.
Im Mittelpunkt steht mehr und mehr die Sicherheit in den Schweizer Autobahntunneln: Der belgische Ski-Bus war frontal gegen eine Wand geschmettert, die sich am Ende einer Haltebucht befindet. Diese Wände im senkrechten Winkel zur Fahrbahn stellen nach Meinung der Ermittler ein Sicherheitsrisiko dar.

Für die Schweiz ist es der schlimmste Unfall seit dreißig Jahren. An diesem Donnerstag wird der Opfer in der Stadt Sierre mit einem Gottesdienst gedacht.