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Nordkoreanisches Orchester in Europa

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Nordkoreanisches Orchester in Europa

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Ein wahrhaft historischer Moment und ein Beweis dafür, das Musik Grenzen überschreiten kann. Nordkoreanische und französische Musiker spielten Seite an Seite am 14. März in der Salle Pleyel in Paris. Brahms 1. Sinfonie unter der Leitung des Südkoreaners, Myung-Whun Chung.

Für die meisten der 90 Musiker des Unhasu Orchesters aus Pjöngjang war es das erste gemeinsame Konzert mit einem westichen Orchester. Zu verdanken ist die Vereinigung der Klangkörper dem Musikalischer Direktor des Symphonie Orchersters von Radio France. Myung-whun Chung kämpft seit Jahren für die Annährerung zwischen den beiden koreanischen Staaten.

“Darauf habe ich mein Leben lang gewartet, wie so viele Koreaner auch. Mir geht es zu allererst um den menschlichen Kontakt, dann kommt die Musik und erst an dritter Stelle die Poltik, die dieses Eireignis zulässt.”

Svetlin Roussev, der im Orchester von Radio France die erste Geige spielt, war von der Zusammenarbeit mit den Nordkoreanern tief beeindruckt.

“Man kann auf unterschiedliche Weise über die Zukunft spekulieren. Was wir hier machen ist genial, in jeder Hinsicht, aber vor allem musikalisch gesehen.”

Ursprünglich war ein gemeinsames Konzert nord- und südkoreanischer Musiker geplamt. Dieses Ansinnen hatten die nordkoreanischen Verantwortlichen aber abgelehnt. Immerhin gelang die Reise die Resie des nordkoreanischen Orchesters nach Europas.

Zwischen Paris und Pyongyang gibt es keine offziellen diplomatischen Beziehungen. Frankreich unterhält seit 2011 ein Büro für Kulturautausch in Nordkorea.