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Schweizer aus Geiselhaft wieder frei

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Schweizer aus Geiselhaft wieder frei

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Nach mehr als acht Monaten Geiselhaft sind zwei von den pakistanischen Taliban festgehaltene Schweizer wieder frei.

Den Schweizern gelang nach pakistanischen Militärangaben die Flucht aus dem Stammesgebiet Nord-Waziristan nahe der Ortschaft Miran Shah.

Aus Geheimdienstkreisen hieß es dagegen, die Taliban hätten die Geiseln freigelassen,- die Schweiz habe angeblich Lösegeld gezahlt und Pakistan mehrere Taliban-Gefangene freigelassen.

Die beiden Schweizer, bei denen es sich um Polizisten handelt, waren Ende Juni vergangenen Jahres als Urlauber mit ihrem eigenen Fahrzeug aus Indien kommend nach Pakistan eingereist. Sie waren auf dem Rückweg nach Europa und wollten ihre Fahrt durch den Iran und die Türkei fortsetzen. Anfang Juli wurden sie in der unruhigen Provinz Baluchistan entführt, die an den Iran angrenzt.

Die Taliban verschleppten die Geiseln an die afghanische Grenze. Im Oktober veröffentlichten die Taliban Videos, auf denen die Schweizer in Todesangst um die Erfüllung der Forderungen baten.

Die Frau sagte auf einem der Bänder: “Sie sagen, dass sie uns erschießen.(…) Wir haben Angst, dass wir die Schweiz nie mehr sehen.”
Armeesprecher Abbas sagte, die Schweizer hätten nach der Flucht einen Checkpoint des Militärs in Nord-Waziristan erreicht. Sie würden nun befragt. An der Darstellung des Militärs, wonach die Geiseln geflohen seien, herrschten Zweifel. Eine Flucht vor den Taliban in der Extremisten-Hochburg dürfte außerordentlich schwierig sein.

Weiterhin sind in Pakistan ein deutscher, ein italienischer und ein amerikanischer Entwicklungshelfer verschleppt. Der Deutsche und der Italiener waren im Januar entführt worden.

In den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes wird die Sicherheitslage in Pakistan als schwierig bezeichnet. Das Ministerium warnt ausdrücklich vor Reisen nach Baluchistan.