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Weiter Fassungslosigkeit in trauernden belgischen Gemeinden

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Weiter Fassungslosigkeit in trauernden belgischen Gemeinden

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Zwei Tage nach der Tragödie im Schweizer Autobahntunnel bemühen sich die betroffenen Gemeinden in Belgien, das Ausmaß ihres Verlustes zu fassen. So schonend wie möglich versuchen Eltern, ihren Kindern zu vermitteln, dass ihre Mitschüler nicht zurückkehren werden.

Aus allen Teilen der Schweiz trafen Beileidsbekundungen ein. Der Vatikan schickte im Namen des Papstes ein Beileidstelegramm an den Erzbischof von Brüssel. Aus ganz Belgien reisten Leute an, um bei ihren trauernden Landsleuten zu sein.

“Das hätten auch meine Kinder sein können”, sagt eine Frau, die aus Namur angereist ist. “Das ist also so dramatisch. Man ist so machtlos. Man würde gern helfen, aber wie?”

Die belgische Regierung und die örtlichen Behörden versuchen die Hinterbliebenen zu unterstützen, so gut sie können. Der flämische Bildungsminister Pascal Smet ist nach Heverlee gereist, um zu helfen: “Wir als Ministerium werden die Schulen hier und in Lommel finanziell unterstützen, damit sie mehr Psychologen und mehr Lehrer beschäftigen können”, so Smet. “Für alle Betroffenenen ist dies eine sehr schwere Zeit und es wird dauern, bis sie ihre Gefühle zum Ausdruck bringen können. Diese Möglichkeit werden wir ihnen geben.”

Den ganzen Tag über trugen sich im Rathaus der Stadt Leuven Menschen in die Kondolenzbücher ein. In der Kathedrale der Stadt hatte in der Nacht eine Gebetswache stattgefunden.