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Journalisten besuchen Julia Timoschenkos Gefängnis

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Journalisten besuchen Julia Timoschenkos Gefängnis

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Die ukrainischen Behörden haben ausländischen Journalisten Zugang zu dem Gefängnis gewährt, in dem die ehemalige Regierungschefin Julia Timoschenko eine siebenhährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauch absitzt.

In dem Frauenstraflager Katschaniwska im Osten der Ukraine sitzen rund 1.000 Häftlinge ein. Es ist ein Arbeitslager und die inhaftierten Frauen produzieren Texitilien. Die Sanitäranlagen und der Alltag insgesamt seien nicht schlecht, sagt eine Strafgefangene, aber es wäre natürlich besser, nicht dort zu sein, fügt sie hinzu.

Demonstriert wurde den Besuchern auch die Krankenabteilung. Timoschenko verweigert die medizinische Behandlung ihres Rückenleidens im Gefängnis. Sie fordert, von deutschen Ärzten behandelt zu werden.

Dies wurde ebenso abgelehnt wie ihre Bitte, mit den Journalisten sprechen zu dürfen, so Timoschenkos Anwalt Sergej Wlassenko. “Ich weiß ja nicht, welche Räume Ihnen gezeigt wurden”, so Wlassenko. “Ich weiß nicht, wie alles herausgeputzt wurde. Ich habe gestern gesehen, wie sämtliche Insassen die Gefängnisböden mit Zahnbürsten geputzt haben und wie sie den Schnee rausschaufelten. Es hat mich an die Dienstzeit in der Sovietarmee erinnert.”

“Die Strafvollzugsbehörde hat zwar Journalisten erlaubt, das Frauengefängnis Katschaniwska zu besuchen”, sagt die Euronews-Korrespondentin Evgenija Rudenko, “aber wir haben weder Julia Timoschenkos Zelle gesehen, noch ihren Gefängnisblock oder auch nur das Fenster ihrer Zelle.”