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NRW der nächste Brocken für Merkel - Lindner soll FDP über die 5 Prozent hieven

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NRW der nächste Brocken für Merkel - Lindner soll FDP über die 5 Prozent hieven

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Sie macht ihr Business-as-usual-Gesicht und beteuert, Landespolitik sei nicht Bundespolitik -doch Angela Merkel hat mit den unerwarteten Neuwahlen in Nordrhein-Westfalen den nächsten Brocken zu schlucken.
 
Zunächst einmal könnte ihr Umweltminister Norbert Röttgen abhanden kommen, falls er als Spitzenkandidat der CDU gewinnt. Die Kollegen wüssten allerdings auch gern, ob er im Fall einer Niederlage als Oppositionsführer in Nordrhein-Westfalen bleiben oder lieber nicht auf den Ministerposten auf Bundesebene verzichten möchte. 
 
Dann die FPD. Ex-Generalsekretär Christian Lindner soll die Liberalen von den prognostizierten zwei Prozent über die Fünf-Prozent-Hürde hieven. Schafft er das nicht, wirft dies einen weiteren Schatten auf die Bundes-FDP und die nationale Regierungskoalition.
 
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat hingegen trotz des Scheiterns ihrer Regierung gut Lachen: Zusammen mit den Grünen kann die Sozialdemokratin den Umfragen zufolge mit 52 Prozent in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland rechnen, aus ihrer Minderheits- würde eine Mehrheitsregierung. Schon wird Kraft sogar als mögliche Kanzlerkandidatin gehandelt. Sie will aber Nordrhein-Westfalen treu bleiben.
 
Kein erfreuliches Signal für die Kanzlerin aus dem Westen der Republik. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Gemengelage in NRW auch die Geschicke auf Bundesebene beeinflusst.