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Putin-Gegner im Visier der russischen Justiz

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Putin-Gegner im Visier der russischen Justiz

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In Russland sind drei Oppositionelle zu unterschiedlich harten Strafen verurteilt worden. Dem russischen Geschäftsmann Alexej Koslow wird Betrug vorgeworfen, er erhielt eine fünfjährige Haftstrafe.

Die Opposition spricht von einem “bestellten Urteil” und vermutet eine Einflussnahme des Kremls. Die verhängten Strafen seien eine Warnung des Präsidenten Wladimir Putin.

Koslows Frau, die Journalistin Olga Romanowa, fürchtet, dass ihr Mann im Gefängnis ermordet werden könnte. Sie beruft sich auf eine Quelle bei der Polizei. Sie forderte: “Wir benötigen eine Justizreform, ansonsten wird nichts passieren, weder eine Berichtigung der Wahlergebnisse noch der Urteile.”

Der Kremlgegner Sergej Udalzow wurde zu zehn Tagen Haft verurteilt. Er soll bei einer Anti-Putin-Demonstration nach den Präsidentschaftswahlen Widerstand gegen die Polizei geleistet haben. Es ist bereits seine zweite Haftstrafe. Der 35-Jährige will Einspruch einlegen und kündigte aus Protest gegen das Urteil einen Hungersteik an.

Der regierungskritische Internet-Blogger Alexej Nawalny wurde zu einer Geldstrafe von umgerechnet 25 Euro verurteilt.

Menschenrechtler kritisieren das Vorgehen russischer Gerichte immer wieder als politisch gesteuert.