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Tausende Tunesier demonstrieren für Einführung von Scharia

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Tausende Tunesier demonstrieren für Einführung von Scharia

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Tausende von Tunesiern haben vor dem Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Tunis die Einführung islamischen Rechts gefordert. Die Demonstranten verlangen, dass die Scharia in der Verfassung als Grundlage des Rechtssystems verankert wird.

Die Koalitionsregierung von Präsident Moncef Marsouki besteht aus dessen gemäßigt islamistischer Partei Ennahda und zwei laizistischen Gruppierungen. Vor der Wahl im Oktober erklärte Marsouki, dass er weder die Einführung des Gesichtsschleiers noch ein Verbot von Alkohol befürworte.

Doch die Forderung der Demonstranten ist klar: “Mehr als 200 islamische Organisationen haben dieses Dokument unterzeichnet, in dem wir betonen, dass islamisches Recht die einzige Grundlage unseres Lebens ist”, erklärte ein Sprecher.

Tunesien hat eine lange Tradition der Trennung von Staat und Religion. Aus Sicht vieler Tunesier steht der Laizismus jedoch in Verbingund mit dem gestürzten Präsidenten Sine al-Abidin Ben Ali und dessen ebenso autokratischen Vorgänger Habib Burguiba.

Aber der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Tunesien und die Einführung islamischen Rechts würde diese umgehend versiegen lassen.