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Schlangestehen an der Urne: Osttimor wählt Präsidenten

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Schlangestehen an der Urne: Osttimor wählt Präsidenten

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Der amtierende Staatschef und Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta bewirbt sich für eine zweite Amtszeit, er tritt gegen elf Herausforderer an. Die Meinungsforscher erwarten, dass keiner der Kandidaten in der ersten Runde die absolute Mehrheit erringt, und erst die für April geplante Stichwahl das Rennen entscheidet.

Gute Chancen werden unter anderem Ramos-Hortas Rivalen Taur Matan Ruak eingeräumt, einem früheren Armeechef und einstigen Guerillaführer.

Die Wahl verlief friedlich. Es ist die zweite Präsidentschaftswahl seit der Unabhängigkeit Osttimors 2im Jahr 002. Sie gilt als Test dafür, wie stabil die Demokratie in dem noch jungen Staat ist, der zwar politisch etwas zur Ruhe gekommen ist, aber mit Armut und sozialen Unruhen zu kämpfen hat.

Nach dem Ende der portugiesischen Kolonialherrschaft hatte Indonesien Mitte der siebziger Jahre das Land besetzt, es folgten blutige Jahre des Widerstands, UN-Verwaltung, und schließlich besiegelte 1999 ein Referendum die Unabhängigkeit.

Mehr als 600.000 der über eine Million Bewohner waren an diesem Samstag an die Urnen gerufen. Die Beteiligung war hoch. Das Ergebnis der Präsidentschaftswahl soll in einer Woche verkündet werden. Im Juni wählen die Bürger zudem ein neues Parlament.