Eilmeldung

Eilmeldung

Schwere Selbstmordanschläge in Damaskus

Sie lesen gerade:

Schwere Selbstmordanschläge in Damaskus

Schriftgrösse Aa Aa

In Damaskus sind zwei schwere Selbstmordanschläge verübt worden. Dabei wurden laut Staatsfernsehen rund dreißig Menschen getötet,
etwa hundert verletzt.

Eine der Explosionen in der syrischen Hauptstadt ereignete sich in der Nähe eines Geheimdienstes, die zweite unweit des Hauptsitzes der Kriminalpolizei.

Die Regierung macht für die Anschläge nicht näher benannte Terroristen verantwortlich. Terroristen sind für sie aber auch die Aufständischen, die seit einem Jahr gegen das Regime kämpfen.

Die Aufständischen wollten einen arabischen Frühling, kritisiert ein Anhänger des Regimes auf der Straße. Aber das hier sei Syriens Frühling, und man werde das Land weiterhin unterstützen. Für Syrien werde man sein Blut opfern, seine Kinder, seine Seele. Die Rebellen könnten tun, was sie wollten: Sie seien trotzdem kleiner als der kleinste Stiefel eines syrischen Soldaten.

Bekannt hat sich zu den Anschlägen niemand. Seit einem Jahr sind in Syrien Proteste gegen die Machthaber um Präsident Baschar Assad im Gange. Gegen diese Proteste geht die Regierung mit Gewalt
vor. Die UNO schätzt, dass bei den Auseinandersetzungen bisher mindestens achttausend Menschen getötet wurden.